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AW: ESS(S)B

To: <biblio-list@provinz.bz.it>
Subject: AW: ESS(S)B
From: "Moser, Eva-Elisabeth" <msrvlbb62@schule.suedtirol.it>
Date: Fri, 17 Feb 2006 11:15:01 +0100
Sender: owner-biblio-list@provinz.bz.it
Thread-index: AcYyBSL1f8S0cIjfRTWY5BpMNlZ8LwBoDd3A
Thread-topic: ESS(S)B
Liebe Margareth, liebe Biblio-ListerlerInnen,
 
es sind in den letzten Tagen einige Mails beim mir im Postfach gelandet. Resümierend kann ich nur sagen, dass es unter den SchulbibliothekarInnen Unklarheiten und Unsicherheiten gibt bezüglich der neuen ESSB. So wurde ich z.B. gefragt, ob denn die neue ESSB verpflichtend sei oder ob hier jeder individuell entscheiden könne, ob er/sie umstellt; ich wurde auch gefragt, ob denn die neue ESSB fix wäre oder ob es in Zukunft noch Änderungen gibt. Ich bin deshalb nach wie vor der Meinung, dass die Informationen zur Einführung und Umsetzung der neuen ESSB nicht ausreichend waren.
Ich werde in den Mails auch gefragt, ob ich umstelle. Das steht für mich außer Frage, denn ich denke man sollte einen einmal eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und ihn mittragen, auch im Sinne der Nutzer und der Einheitlichkeit. 
 
Ich habe bisher die Systemstelle So 8 (Recht) umgearbeitet und natürlich arbeite ich bei allen neu eingetroffenen Medien mit der neuen Systematik. Ich habe alle Fachgruppen und auch die SchülerInnen bei den Einführungen darauf hingewiesen und ihnen nahe gelegt den OPAC zu benutzen.
Bei der Umsystematisierung bin ich schon da und dort auf Schwachstellen gestossen, aber Manuela Kaser hat ja in einer Mail versichert, dass man ihr diese mitteilen könne und bei der jährlichen Revision auf Änderungsvorschläge eingegangen wird.
 
Was den Punkt 10 anbelangt geht es mir hier ähnlich wie Greti. Auch ich war froh, dass endlich die leidige Systemstelle Pä 4.3 ... abgeschafft wurde. Keine Lehrperson hat jemals unter diesem Punkt didaktische Materialien gesucht. Ich hätte mir aber auch für die neue ESSB gewünscht, dass man das didaktische Material anschließend an die einzelnen Bereiche reiht. Gerade bei den Naturwissenschaften taucht dieses Problem auf, wie Greti schon richtig in ihrer Mail geschrieben hat. Wir haben die Mathematik als eines unser Schwerpunktfächer im Erdgeschoss aufgestellt und den Bestand der anderen Bereiche im Obergeschoss stehen (Astronomie, Chemie, Biologie). Ich müsste also, wenn ich die Systemstelle 10.2 (Didaktisches Material, Mathematik) ordnungsgemäß einreihen würde ins Obergeschoss geben, wo natürlich kein Mathematiklehrer danach sucht. Ich habe mich deshalb entschieden, diese Systemstelle, 10.2, anschließend an die Systemstelle Na 2.7 zu reihen.
Ich habe es schon in dem offenen Brief formuliert und möchte es hier noch einmal betonen, dass es in meinen Augen ein Versäumnis war, dass man für die Testphase keine Schulbibliothek ausgewählt hat - gerade auch um solche Fehler zu vermeiden.
 
Herzliche Grüße
Eva Moser
HOB-Bruneck
 
 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: owner-biblio-list@provinz.bz.it [mailto:owner-biblio-list@provinz.bz.it] Im Auftrag von Khuen, Margareth
Gesendet: Mittwoch, 15. Februar 2006 08:55
An: biblio-list@provinz.bz.it
Betreff: ESS(S)B

Liebe Jana, liebe Manuela, liebe Biblio-ListerlerInnen!

 

Via E-Mail wurde bereits über die neue ESSB diskutiert, Vorteile hervorgehoben, Nachteile kritisiert. In diese Grundsatzdiskussion möchte ich mich an dieser Stelle nicht einbringen. Doch habe ich aus den Schulbibliotheken bisher kein ?öffentliches? Echo zur neuen ESSB vernommen und möchte hiermit dazu anregen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ich kann mir vorstellen, dass sich einige von uns (Schul-)Bibliothekaren nach der von Lothar Gamper in Gang gesetzten Diskussion in einer abwartenden Haltung befinden und der anfängliche Tatendrang, der hier und dort spürbar war, einen Dämpfer bekommen hat.

In unserer Schulbibliothek haben wir unter Einbezug der Fachgruppe bereits ein relativ einfach zu überarbeitendes Teilgebiet aus Na, nämlich Mathematik, umgestellt. So glücklich ich über die Abschaffung der Systemstelle Pä 4.3 (Didaktisches, Lehrmittel) war, so unglücklich bin ich jetzt über die Tatsache, dass die entsprechenden Materialien jetzt zur neu geschaffenen 10-er Stelle kommen. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass sämtliche Schulbücher und Lehrmittel allgemeinen mathematischen Inhalts an die Stelle 10, also nach Astronomie, Chemie, Physik, Geowissenschaften, Biologie, Botanik/Zoologie und Umweltschutz einige Regalwände weiter zu finden (oder nicht zu finden?) sind. Diese Splittung ist zwar gut gemeint und von der Idee her sinnvoll, aber absolut nicht benutzerfreundlich und im Hinblick auf unsere umfangreichen Sachbuchbestände in der Praxis so nicht zu handhaben.

Im Sinne des Benutzers wäre es allemal, didaktische und ähnliche Materialien übergreifenden Inhalts am Beginn der jeweiligen Systemstelle (Na 2) oder am Ende (nach Na 2.6) einzuordnen und nicht (räumlich) zu trennen. Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Sachbereiche.

Ich habe mich bei einigen Kolleginnen nach deren Praxis umgehört, und der Grundtenor ist der, dass man die Vorgaben ?nicht so eng? sehen sollte. Die eine oder andere ?Hausregel? ist nicht vermeidbar; speziell in Bezug auf die neue 10-er Stelle jedoch ist Kreativität und Hausverstand gefragt.

Einer ÖB mag die Trennung gar nicht auffallen, weil sich das didaktische Material sehr in Grenzen hält bzw. gar nicht vorhanden ist, für uns SB ist es eine Grundsatzfrage.

 

Ich beabsichtige in keiner Weise, die gewissenhafte Arbeit, die das Team um Manuela Kaser geleistet hat, in Frage zu stellen. Ich selbst habe vorab einen Blick auf die neue ESSB Bereich Li geworfen, und der besagte Haken ist mir nicht aufgefallen. Erst mit der praktischen Umstellung wurde er mir bewusst. Schade, dass die SB die Testphase nicht durchlaufen haben ? aber hinterher ist man immer schlau.

Ich zögere jetzt, mit der Umstellung fortzufahren und würde mich über ein Echo aus anderen Schulbibliotheken freuen, aber auch um eine Stellungnahme von Seiten des Fachteams. Denn wenn ich vermute, dass u.a. die 10-er Stelle bei der nächsten Revision abgeändert wird, dann lege ich die Umstellungsarbeiten lieber noch ein Jahr auf Eis?

 

Angesichts der gewaltigen Arbeit, die bevorsteht, ist es jedenfalls nötig, die Schritte, die man setzen will, grundsätzlich zu überdenken, um nicht vor lauter Ordnung an der Praxis vorbeizuarbeiten.

 

Herzliche Grüße

Greti Khuen, RG/GOB Meran

 

 

 

 

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